Die Hochschule Karlsruhe zu Beginn des Sommersemesters 2016

Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel (m.) im Gespräch mit „Erstis“, Foto: John Christ/HsKA

Weiterhin ungebrochenes Interesse an einem Studium an der Hochschule Karlsruhe; Ausbau der Masterstudiengänge mit 50 neuen Anfängerplätzen vor allem in den Ingenieurwissenschaften.

Neuzulassungen
Zu Beginn des Sommersemesters wurden von Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel am heutigen Dienstag, 15. März 2016, die 911 neu immatrikulierten Studierenden an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft persönlich begrüßt, von denen sich 40 in höhere Fachsemester eingeschrieben haben.

Gesamtzahl
Mit rund 8 200 stieg die Gesamtzahl der Studierenden gegenüber dem vorangegangenen Sommersemester um rund 35 Studierende und erreichte damit einen neuen Höchststand für ein Sommersemester.

Bewerbung/Auslastung
Im Sommersemester 2016 werden in den Bachelorstudiengängen 450 Studienanfängerplätze vergeben. Für diese gingen 2 681 Bewerbungen ein. Die Bewerberzahl hat sich damit gegenüber dem vergangenen Sommersemester um 1,3 % verringert. Die Hochschule spürt damit bei ihrem grundständigen Studienangebot den demografischen Wandel nicht in der absoluten Studierendenzahl oder in ihrer Auslastung, allerdings in einem leichten Rückgang der Bewerberzahlen.

Die stärkste Nachfrage ist in den Bachelorstudiengängen Wirtschaftsingenieurwesen (468 Bewerbungen auf 30 Plätze), International Management (585 Bewerbungen auf 35 Plätze) sowie Medien- und Kommunikationsinformatik (226 Bewerbungen auf 15 Plätze) zu verzeichnen. Gut ist die Nachfrage auch in den meisten ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, bei 74 Plätzen im Maschinenbau waren dies 245 Bewerbungen, 180 auf 39 Plätze in der Fahrzeugtechnologie, 180 auf 34 Plätze im Bauingenieurwesen und 150 auf 38 Plätze in Baumanagement und Baubetrieb. Ungebrochen ist auch das Interesse an einem Informatikstudium: Neben der schon genannten Medien- und Kommunikationsinformatik bewarben sich auf 20 Plätze in der Informatik 123 Interessenten und in der Wirtschaftsinformatik waren dies 199 auf 43 Plätze. Analog zum bundes- und landesweiten Trend besteht trotz guter Arbeitsmarktchancen eine geringere Nachfrage bei Elektrotechnikstudiengängen sowie beim Studiengang Mechatronik, auch wenn an der Hochschule Karlsruhe in diesen Studienangeboten jeder Platz belegt werden konnte.

Bei den Masterstudiengängen kamen im Sommersemester 2016 auf 224 Studienanfängerplätze 1 124 Bewerbungen. Anders als bei den Bachelorstudienangeboten ist die Bewerberzahl um rund 3,5 % gegenüber dem vorangegangenen Sommersemester gestiegen. Zu den Spitzenreitern im Bewerberinteresse zählt neben Wirtschaftsingenieurwesen, International Management, Maschinenbau im Gegensatz zu den Bachelorstudiengängen auch Elektro- und Informationstechnik, Mechatronik und Sensor Systems Technology.

In der Summe ist die Hochschule sehr gut ausgelastet: 568 Studierende wurden in den Bachelorstudiengängen bei 450 verfügbaren Erstsemesterplätzen aufgenommen, 303 bei 224 verfügbaren Plätzen in den Masterstudiengängen – die Hochschule ist damit erneut überbucht.
 
Internationales
Von den 871 neu immatrikulierten Studierenden im 1. Fachsemester stammen 150 aus dem Ausland – das entspricht einem Anteil von 17,2 %. Insgesamt studieren an der Hochschule 1 000 ausländische Studierende, das bedeutet einen Anteil von 12,2 %. Damit blieben die Werte gegenüber dem vorhergehenden Sommersemester nahezu unverändert.

Frauenanteil
2 050 der 8 200 Studierenden sind weiblich (25 %). Der Anteil unter den Erstimmatrikulierten liegt beim gleichen Anteil. Das gestiegene Interesse von Frauen an der Hochschule und ihren Studienangeboten in den vergangenen Semestern wird damit bestätigt.

Neue Masterstudienplätze
Zum kommenden Wintersemester 2016/17 und im darauf folgenden Studienjahr wird die Hochschule Karlsruhe mit 50 neuen Studienanfängerplätzen ihr Masterangebot weiter ausbauen. Entsprechende Fördermittel stellt die Landesregierung im Rahmen der Fachkräfteoffensive „Master 2016“ bereit, um dem Bedarf an hochqualifizierten Akademikern für Wirtschaft und Wissenschaft zu begegnen. Landesweit wurden über das Ausbauprogramm seit dem Wintersemester 2013/14 insgesamt 6 300 neue Masterstudienplätze in zwei Stufen geschaffen. Auf die Hochschule Karlsruhe, die in der 1. Stufe des Programms 96 neue Anfängerplätze einrichten konnte, entfallen in der Summe 146 Studienplätze.

Vor allem die Ingenieurstudiengänge profitieren von diesem Programm: Die Hochschule wird zum Wintersemester 2016/17 im Masterstudiengang Elektro- und Informationstechnik 15 weitere, und damit insgesamt 45 Plätze anbieten können. In den Studiengängen Maschinenbau, Mechatronik sowie Effiziente Mobilität in der Fahrzeugtechnologie werden jeweils fünf hinzukommen, womit insgesamt dann im Maschinenbau 35 und in den beiden anderen jeweils 20 Plätze zur Verfügung stehen. Mit dem Ausbau der Masterstudiengänge in den beiden forschungsstarken Fakultäten verfolgt die Hochschule das Ziel, der steigenden Nachfrage nach Masterstudienplätzen zu begegnen und die angewandte Forschung weiter auszubauen. Während im Wintersemester 2010/11 94 Bewerbungen auf die Masterstudienplätze an der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik und 155 an der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik eingingen, waren es im Wintersemester 2015/16 129 bzw. 301. Eine Tendenz, die sich wie o. a. auch im aktuellen Sommersemester fortsetzt.

Die angewandte Forschung der Hochschule profitiert von den Masterstudierenden nicht nur über Projekt- und Abschlussarbeiten, sondern auch über die Einbindung der Studierenden als akademische Mitarbeiter in Teilzeit in die Forschungsprojekte, womit diese neben dem Studium auch wichtige Kompetenzen für das spätere Berufsleben erwerben. Auch der Weg in eine Promotion, und damit in eine wissenschaftliche Karriere, steht Absolventen eines Masterstudiengangs über kooperative Promotionsverfahren offen.

Neue Studiengänge
Über die Fachkräfteoffensive „Master 2016“ kann an der Hochschule auch ein neuer Masterstudiengang im Bereich Technologie-Entrepreneurship an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit 20 Studienanfängerplätzen zum Wintersemester 2017/18 eingeführt werden. Er richtet sich an Absolventen von Bachelorstudiengängen, die sich für eine Unternehmensnachfolge qualifizieren wollen, beispielsweise durch die Übernahme eines bestehenden Unternehmens oder den Aufbau eines Start-ups. An der Schnittstelle zwischen Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaft sollen hier Fachkräfte ausgebildet werden, die aktuelle Probleme bei Unternehmensübergaben kompetent und fundiert angehen und lösen können. Auch die Studierenden dieses Studiengangs sollen die Forschungsleistungen der Fakultät beispielsweise auf den Gebieten Energiewirtschaft oder Big Data unterstützen.

Die HsKA bot zum Wintersemester 2015/16 an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften auch erstmals den Studiengang „Tricontinental Master in Global Studies“ an. Damit erreicht die Hochschule in ihrer Internationalisierung des Studienangebots einen weiteren Meilenstein, denn der neue Studiengang wird gemeinsam mit zwei Partneruniversitäten, der National Chung Hsing University in Taiwan und der Tecnológico de Monterrey in Mexiko, mit denen bereits langjährige, erfolgreiche Partnerschaften bestehen, auf drei Kontinenten realisiert. Der viersemestrige internationale Studiengang führt zu zwei akademischen Titeln: den Master of Science und den Master of Political Science.

Rankings
Mit mehr als 300 untersuchten Hochschulen, 2 500 Fachbereichen, 7 500 Studiengängen und den Bewertungen ihrer Studierenden ist das CHE-Hochschulranking eines der umfassendsten und detailliertesten Rankings im deutschsprachigen Raum, das Anfang Mai 2015 als ZEIT-Studienführer 2015/16 erschien. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung berücksichtigt es auch die Urteile der Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule.

Für das Ranking werden jedes Jahr ein Drittel der Fächer neu bewertet, im vergangenen Jahr u. a. auch die Informatik. Dabei erzielte die Hochschule Karlsruhe sehr gute Ergebnisse: Ihre Informatikstudienangebote liegen in ihrem Bezug zur Berufspraxis sowie in der Studienzeit (Abschluss in angemessener Zeit) jeweils in der Spitzengruppe. Besonders positiv wurden in den beiden untersuchten Bachelorstudiengängen Informatik sowie Medien- und Kommunikationsinformatik die Praxiselemente im Studium, aber auch die Vermittlung hochschulexterner Erfahrungen und der Praxisbezug der Abschlussarbeiten bewertet: Hier erreicht die Hochschule jeweils die maximale Punktzahl, sodass sie im Gesamtergebnis 9 von 11 möglichen Punkten erreicht. In der Spitzengruppe befindet sich auch der Masterstudiengang Informatik bei der internationalen Ausrichtung von Studium und Lehre. Hier konnte die Hochschule insbesondere bei den zahlreichen Möglichkeiten zu Auslandsaufenthalten und in der Vermittlung von Fremdsprachenkenntnissen punkten.

Andere Ergebnisse stammen aus den CHE-Untersuchungen der Vorjahre. 2014 wurden unter anderem die Studienangebote Wirtschaftsinformatik, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Wirtschaftsingenieurwesen sowie die Wirtschaftswissenschaften untersucht. Dabei konnte die Hochschule Karlsruhe traumhafte Spitzenwerte erzielen: In der Wirtschaftsinformatik zählt sie zu den beiden besten Fachhochschulen im deutschsprachigen Raum, in der Medien- und Kommunikationswissenschaft zu den besten drei!

Fast genauso gut schneidet der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen ab, der in drei Kategorien in der Spitzengruppe liegt. Im Fach Betriebswirtschaft, das durch den Studiengang International Management gerankt wurde, ist dies zweimal der Fall.

In der Datenerhebung 2013 waren u. a. die Studienangebote im Bauingenieurwesen untersucht worden. Ein besseres Ergebnis als die Hochschule Karlsruhe erzielten in diesem Ranking nur zwei weitere Fachhochschulen. Und auch im Maschinenbau gehört die Hochschule Karlsruhe zum Besten, was im deutschsprachigen Raum an einer Fachhochschule zu finden ist: Nur eine Fachhochschule konnte ein noch besseres Ergebnis erzielen.

Zum siebzehnten Mal befragte im vergangenen Jahr das Berliner trendence Institut innerhalb der bundesweiten Vergleichsstudie „trendence Graduate Barometer – German IT Edition“ examensnahe IT-Studierende zu ihren Karrierewünschen, den beliebtesten Arbeitgebern und zur eigenen Hochschule. Beteiligt waren in diesem Jahr 6 602 Studierende an 76 Hochschulen. Dabei stellten die Informatik- und Wirtschaftsinformatikstudierenden der HsKA ihrer eigenen Hochschule ein kaum zu übertreffendes Zeugnis aus – in 7 von 10 Bewertungskategorien, in die 28 einzelne Messkriterien einflossen, wird sie als „Top-Performer“ eingestuft! Damit zählt sie mit einer renommierten Universität zu den besten beiden Hochschulen des gesamten Rankings. Gleich in mehreren Kategorien liegt sie dabei bundesweit unter den Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen) allein auf Platz 1 und zwar in der Bewertung der Dozent_Innen und Professor_Innen, im Praxisbezug der Ausbildung und bei ihren Angeboten zur Karriereberatung und -förderung, den sogenannten Career Services. In der Kooperation mit der Wirtschaft, der Qualität und Aktualität der Bibliotheken sowie der Qualität ihrer Service- und Beratungseinrichtungen liegt sie unter allen Hochschulen jeweils auf Platz 2, unter den Fachhochschulen jeweils auf Platz 1. Mit den studentischen Aktivitäten nimmt sie unter allen Hochschulen Platz 3 ein, unter den Fachhochschulen ist es Platz 2, in Bezug auf die Internationalität der Hochschulausbildung Platz 4, unter den Fachhochschulen ist das Platz 1.

Kein Wunder also, so weitere Ergebnisse der Studie, dass die Informatik- und Wirtschaftsinformatikstudierenden der Hochschule Karlsruhe mit ihrer Hochschulausbildung zu 60 % sehr zufrieden bzw. zu 32 % zufrieden sind – das ist ungefähr das Doppelte der hier an den Hochschulen bundesweit ermittelten Durchschnittswerte. Wesentlich höher als im Bundesdurchschnitt ist auch der Anteil der Bachelorstudierenden, die gerne an der Hochschule Karlsruhe ihr Studium in einem Masterstudiengang fortsetzen möchten und mehr als 98 % würden ihre Hochschule weiterempfehlen!

Zeitgleich erschien auch das „trendence Graduate Barometer – Engineering Edition“, für das bundesweit 14 852 Studierende technischer und ingenieurwissenschaftlicher Disziplinen an 80 Hochschulen befragt wurden. Auch hier kann die Hochschule ihren guten Ruf bestätigen: In den Augen ihrer Studierenden zählt sie mit ihren Angeboten zur Karriereberatung und -förderung (Career Services) zu den „Top-Performern“, gute Leistungen werden ihr quasi flächendeckend in Bezug auf die Dozent_Innen/Professor_Innen, den Praxisbezug der Hochschulausbildung, deren Internationalität, der Qualität und Aktualität ihrer Bibliotheken, ihrer Service- und Beratungseinrichtungen sowie in Bezug auf die studentischen Aktivitäten bescheinigt.

„Die Ergebnisse in renommierten Hochschulrankings“, betont Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel, „bestätigen uns immer wieder die hohe Qualität unserer Studienangebote, die wir insbesondere durch eine enge Verzahnung von Lehre und angewandter Forschung erreichen. Das eröffnet unseren Absolventinnen und Absolventen weltweit beste Berufschancen.“

Weiterbildung
Zur Stärkung und zum Ausbau der wissenschaftlichen Weiterbildung an Hochschulen in Baden-Württemberg fördern das Land und die EU Projekte zum lebenslangen Lernen mit insgesamt 9 Mio. €. Finanziert wird das Programm je zur Hälfte vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) und aus Mitteln des Europäischen Sozial-fonds (ESF) der Europäischen Union. Als eine von 16 geförderten Hochschulen erhält auch die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft zu Beginn des neuen Jahres für ihr Projekt „WB-ME – weiter bilden – mehr erreichen“ Fördermittel über rund 536 000 € über einen Zeitraum von drei Jahren zum Aus- und Aufbau von Strukturen der wissenschaftlichen Weiterbildung, die am hochschuleigenen Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung (IWW) gebündelt sind. Die Hochschule wird die bereitgestellten Mittel zunächst dafür einsetzen, das IWW zu einer leistungsfähigen, zentralen Serviceeinrichtung für die wissenschaftliche Weiterbildung auszubauen und berufsbegleitende, modularisierte Kontakt- und Masterstudiengänge einführen. Zielgruppen der Weiterbildungsangebote sind insbesondere berufstätige und berufserfahrene Personen in der Informatik, den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften.

„Mit den zugesagten Fördermitteln sind wir in der Lage, die Weiterbildung als drittes Standbein – neben der Lehre und Forschung – institutionell intensiver in der Hochschule zu verankern und damit nachhaltig zu stärken“, so Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel. „Der Ausbau der wissenschaftlichen Weiterbildung ist für uns nicht nur gesetzlicher Auftrag, sondern spiegelt auch ein Selbstverständnis der Hochschule wider, Menschen auf ihren Ausbildungs- und Berufswegen ein Leben lang zu begleiten und ihnen den wissenschaftlichen Background zu geben, den sie benötigen.“

Haushalt
Aufgrund ihres starken Wachstums in den vergangenen Jahren profitierte die Hochschule von den Finanzmitteln, die das Land Baden-Württemberg und der Bund für die Einrichtung und Unterhaltung neuer Studienplätze bereitstellen.

Zur Finanzierung der Hochschulen bestand in Baden-Württemberg ein sog. Solidarpakt, mit dem quasi die Haushaltssituation 2006 für die Hochschule bis 2014 „eingefroren“ wurde. Land und Hochschulen haben sich über die künftige Hochschulfinanzierung bis einschließlich 2020 geeinigt und konnten am 9. Januar 2015 einen neuen Hochschulfinanzierungsvertrag abschließen. Damit verfügen die Hochschulen also über finanzielle Planungssicherheit für die nächsten sechs Jahre. „Der jährliche Zuwachs der regulären Hochschulhaushaltsmittel von 3 % wird sich bei den HAWen fast ausschließlich so auswirken, dass Mittel aus bisherigen Programmen in den regulären Haushalt umgeschichtet werden“, so Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel, „das betrifft an unserer Hochschule die sogenannten ‚Qualitätssicherungsmittel‘, also die ehemaligen Studiengebühren. Für die Hochschule bedeutet dies keinen Zuwachs an Mitteln. Die wesentliche Gegenleistung der Hochschulen besteht darin, die Studienanfängerplätze bis 2020 im gegenwärtigen Umfang weiterhin anzubieten.“

Das Land Baden-Württemberg hat beschlossen, künftig 10 % der den Hochschulen seitens des Landes pro Studierendem zur Verfügung gestellten Finanzmittel aus dem Bundesprogramm „Hochschule 2020“ in Maßnahmen beziehungsweise in Projekte zur Senkung der Zahl von Studienabbrüchen (Drop-Out-Quote) zu investieren. Hochschulen mit besonders niedrigen oder hohen Drop-Out-Quoten erhalten einen Finanzierungsbonus bzw. -malus. Zur Berechnung der Drop-Out-Quote wird die Anzahl der Studierenden im dritten und vierten Semester zum Ende eines Wintersemesters mit deren Anzahl im fünften und sechsten Semester des Folgejahres verglichen. „Nach unserem Ermessen birgt dieses Anreizsystem Gefahren für den Anspruch an eine Hochschulbildung, da die Drop-Out-Quoten mit besonders einfachen Prüfungen positiv beeinflusst werden könnten“, so Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel.

Raumsituation/Ausbau
Bis auf den P-Bau sind auf dem Campus alle Gebäude saniert. Für dieses Gebäude entsteht aktuell auf dem Campus nördlich des M-Gebäudes und westlich des B-Gebäudes ein Ersatzbau mit einer Hauptnutzfläche von 3 800 m2. Mit dem Neubau erhält die Hochschule moderne Institutsflächen für einen zukunftsfähigen Hochschulbetrieb, die auch energetisch auf dem neuesten Stand sind. Das Bauvolumen beträgt 21 Mio. Euro, zu dem die Hochschule einen erheblichen Eigenbeitrag leisten muss. Das Gebäude soll zum Sommersemester 2017 bezugsfertig sein. Gemeinsam mit dem 5 000 m2 großen Neubau des KMU-Innovationszentrums der Steinbeis-Stiftung, das im Juni 2015 feierlich eingeweiht werden konnte, werden an der Hochschule Baumaßnahmen im Volumen von rund 40 Mio. Euro umgesetzt – die umfangreichsten Baumaßnahmen seit der Entstehung des heutigen Hochschulcampus an der Moltkestraße in den 1960er-Jahren. Mit den Neubauten ist eine weitere Entspannung in der Raumsituation der Hochschule eingetreten.

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