10 Millionen Euro: FH Aachen errichtet Zentrum für Holzbauforschung in der Eifel

Symboldbild Holzbau (Foto: Christian Schnettelker)

Symboldbild Holzbau (Foto: Christian Schnettelker)

Gisela Walsken überbrachte jetzt den Förderbescheid für das Aachener Zentrum für Holzbauforschung, das die FH Aachen in Simmerath errichten wird.

„Ich freue mich, dass ich hier an der FH so viel Geld lassen darf.“ Wir freuen uns auch, liebe Frau Regierungspräsidentin. Gisela Walsken überbrachte jetzt den Förderbescheid für das Aachener Zentrum für Holzbauforschung, das die FH Aachen in Simmerath errichten wird. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 10,6 Mio. Euro, 90 Prozent davon werden im Rahmen der Initiative „Forschungsinfrastrukturen“ durch das Land NRW und durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der EU gefördert.

Der Kanzler der FH Aachen, Volker Stempel, betonte: „Wir haben viele kluge Köpfe. Aber wir brauchen auch eine gute Infrastruktur für Lehre und Forschung.“ Mit ihrem Engagement im Bereich des Holzingenieurwesens setze die FH einen Schwerpunkt in einem zukunftsweisenden Themengebiet, nicht zuletzt im Hinblick auf die aktuelle Klimaschutzdebatte.

Auf dem Gelände des Bildungszentrums (BGZ) Simmerath der Handwerkskammer Aachen soll eine Prüfhalle entstehen, in der sich ein umfangreich ausgestattetes Holzbaulabor mit Prüfmaschinen, Klimaräumen, Werkstätten und Büroräumen befinden wird. Ziel ist, die Forschung in den Bereichen Laubholzverwendung, holzsparende Bauweisen, Hybridbauweisen, Massivholzbauweisen, Verbindungstechnik, Bauphysik und Dauerhaftigkeit weiter auszubauen.

Der Präsident der Handwerkskammer Aachen, Dieter Philipp, betonte, viele Handwerkerinnen und Handwerker hätten ein emotionales Verhältnis zu diesem Baustoff: „Holz ist ein tolles Material!“ Umso wichtiger sei es, beim Umgang mit diesem Material aktuelle Technologien und Verfahren anzuwenden. Durch die Kooperation der FH und der Handwerkskammer würden junge Leute am Standort Simmerath bestmöglich auf eine Karriere im Holzbau vorbereitet. Auch der Beigeordnete der Gemeinde, Bennet Gielen, betonte, Simmerath sei der optimale Standort des neuen Zentrums für Holzbauforschung. Er verwies auf den erfolgreichen Ausbau der Infrastruktur in der Eifelgemeinde, der der Bevölkerung und der Wirtschaft gleichermaßen zugutekomme.

Die drei Holzbauprofessoren der FH Aachen, Dr. Thomas Uibel, Dr. Wilfried Moorkamp und Dr. Leif Arne Peterson, stellten das Projekt vor. Sie verwiesen darauf, dass durch die Ansiedlung des Holzbauforschungszentrums am Standort Simmerath wirtschaftliche Impulse für die forst- und holzwirtschaftlich geprägte Eifel erwartet würden. Im BGZ werden Handwerkerinnen und Handwerker im Bauwesen aus- und weitergebildet. Ihnen wird ein direkter Zugang zur Forschungseinrichtung ermöglicht. Durch die direkten Kontakte zwischen Handwerk und Wissenschaft entstehen optimale Bedingungen für die Entwicklung von praxisnahen Innovationen sowie für den Technologietransfer auf dem Gebiet des Holzbaus.

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