Steinbeis und Hochschule Karlsruhe eröffnen das Steinbeis-Haus Karlsruhe

Das Steinbeis-Haus in der Außenansicht

Das Steinbeis-Haus von außen (Foto: Uli Regenscheit, Steinbeis)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. J. Löhn, Prof. Dr. M. Auer, K. Stapf, Prof. Dr.-Ing. R. Haas, Prof. Dr. K.-H. Meisel, Ministerin Th. Bauer, W. Raab, A. Salomon, B. Meier-Augenstein, B. Rimpo-Repp (v.l.n.r.) Foto: Uli Regenscheit

Auf dem Campus der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft ist das Steinbeis-Haus Karlsruhe entstanden. Das Gebäude mit mehr als 5.000 qm Nutzfläche bietet Raum für Wissenschaftler der Hochschule, Steinbeis wie auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Bauherr ist Steinbeis, dessen Verbund im Technologietransfer eng mit der Hochschule zusammenarbeitet. Heute haben beide Partner im Beisein der badenwürttembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer das Haus feierlich eröffnet.

Die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft und Steinbeis arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich im Wissens- und Technologietransfer zusammen. Nach der Gründung der gemeinsamen Steinbeis Transferzentren GmbH an der Hochschule Karlsruhe 2008 ist jetzt ein weiterer Meilenstein erreicht: Auf dem Campus der Hochschule ist das Steinbeis-Haus Karlsruhe entstanden. Das Gebäude stellt ein landesweit einmaliges Modellprojekt dar. Es bündelt die Kräfte der Partner im Wissens- und Technologietransfer unter einem Dach und unterstützt so ganz wesentlich auf dem Weg von der anwendungsorientierten Forschung hin zur Umsetzung in vermarktbare Produkte. „Damit Wissenschaft erfolgreich zur Lösung unserer Probleme beitragen kann, muss sie zur Anwendung kommen. Der Weg von der Theorie zur Praxis ist aber alles andere als trivial. Ich wünsche mir das Steinbeis-Haus als einen Ort, an dem sichtbar wird, wie es aussehen kann, wenn Forschung und Anwendung gleichberechtigt aufeinander treffen.“, so Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg bei der Eröffnung des Hauses. Das fünfgeschossige Gebäude beherbergt neben Räumen für Wissenschaftler und KMU auch Labore, einen Seminarraum, eine Cafeteria sowie das gesamte Institute of Materials and Processes, eines der beiden zentralen Forschungsinstitute der Hochschule. Mit dem hochmodernen Maschinenpark in seiner Maschinenhalle können alle gängigen Fertigungsverfahren abgebildet werden. Professor Dr. Karl-Heinz Meisel, Rektor der Hochschule Karlsruhe, sagt: „Die Hochschule Karlsruhe gehört in der Angewandten Forschung und im Technologietransfer, zwei der zentralen Aufgaben der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften gemäß Landeshochschulgesetz, zu den stärksten Hochschulen in Baden-Württemberg. Insbesondere im Technologietransfer können wir auf eine sehr erfolgreiche, langjährige Kooperation mit Steinbeis zurückblicken. Wir freuen uns, dass wir neben der engen organisatorischen Kooperation jetzt auch räumlich näher zusammenrücken.“

Im Mittelpunkt des Eröffnungstages stand der Transfer, den beide Seiten gemeinsam erfolgreich forcieren. Nach der offiziellen Eröffnung, zu der die beiden Partner neben der Wissenschaftsministerin
auch Bürgermeister Klaus Stapf als Vertreter der Stadt Karlsruhe sowie zahlreiche Gäste aus den
Hochschulen im Land sowie aus Wirtschaft und Politik begrüßen konnten, stand das Haus offen für
Einblicke und Rundgänge. „Markterfolg und Wettbewerbsfähigkeit brauchen mutiges Unternehmertum, kompetente Köpfe sowie effektiven und effizienten Transfer: Steinbeis und die
Hochschule Karlsruhe forcieren das seit den Anfängen der Steinbeis-Stiftung gemeinsam. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit dem Steinbeis-Haus diese Zusammenarbeit weiter intensivieren können“, so Professor Dr. Michael Auer, Vorstandsvorsitzender des Steinbeis-Verbunds im Rahmen der Eröffnung. Im Anschluss öffneten die Labore der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Einrichtungen der Hochschule ihre Türen, die zwei Stockwerke des Hauses bezogen haben, sowie die cellent AG und die Harms & Wende GmbH & Co. KG, die das Haus als Mieter bereichern. Nachmittags traf Transfer auf Studium: Auf Einladung von Steinbeis konnten Studierende und Angehörige der Hochschule Karlsruhe in interaktiven Workshops zur innovativen Geschäftsmodellentwicklung oder in der Innovations- und Ideenwerkstatt Existenzgründungsideen durchspielen und mit der Methode des Design Thinking kreativ und interdisziplinär auf Innovationssuche gehen. Auch die Maschinenhalle des Institute of Materials und Processes bot in Führungen Technik zum Anfassen sowie Seminare zu unterschiedlichen Bearbeitungsverfahren an.

Über Steinbeis

Steinbeis ist weltweit im unternehmerischen Wissens- und Technologietransfer aktiv. Zum Steinbeis-
Verbund gehören derzeit rund 1.000 Unternehmen. Das Dienstleistungsportfolio der fachlich spezialisierten Steinbeis-Unternehmen im Verbund umfasst Forschung und Entwicklung, Beratung und Expertisen sowie Aus- und Weiterbildung für alle Technologie- und Managementfelder. Ihren Sitz haben die Steinbeis-Unternehmen überwiegend an Forschungseinrichtungen, insbesondere Hochschulen, die originäre Wissensquellen für Steinbeis darstellen. Rund 6.000 Experten tragen zum praxisnahen Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bei. Dach des Steinbeis-Verbundes ist die 1971 ins Leben gerufene Steinbeis-Stiftung, die ihren Sitz in Stuttgart hat. In zahlreichen Steinbeis-Unternehmen an der Hochschule Karlsruhe nutzen Professoren, Studierende und Mitarbeiter ihr Innovationspotenzial im wettbewerblichen Transfer für die Wirtschaft. Sie bieten insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen passgenaue Problemlösungen an. Diese Praxisnähe sichert die Aktualität der Lehre und Ausbildung, der wissenschaftliche Fortschritt der Hochschule wiederum fördert direkt den Marktvorsprung der Unternehmen.

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